Zwei Erfahrungsberichte nach einem Auslandpraktikum in Frankreich (2010)

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Mein Praktikum in Strasbourg bei ARTE , von Christina Wiegers

"Es fing alles zunächst schon mal sehr abenteuerreich an...in Karlsruhe musste ich eigentlich vom ICE in den TGV umsteigen.  So hatte ich mir das gedacht, aber da in Strasbourg ja so einiges los war während des NATO- Gipfels, konnte der TGV dort nicht halten. Ich bin also nach etwas hin und her mit dem Bus weiter nach Strasbourg gefahren.

Meine Mitbewohner sind super und auch wenn das mit meinem Froonssösiisch zunächst noch eher holprig klappt, fühle ich mich echt wohl.

- Montag mein erster Tag bei ARTE. Erstmal muss ich mir meinen „Badge“ am Empfang abholen, der für die Praktikumszeit so etwas wie mein elektronischer Schlüssel ist.

Wow, ganz schön viele Leute, die da in so einer Redaktion herumlaufen. Das hätte ich gar nicht gedacht...  In der ersten Woche arbeite ich in der Arte Kultur Redaktion. Alle sind total  nett, und ich kann mir den ganzen Tagesablauf eines Journalisten angucken. Ich bin quasi mit dabei auf dem Weg von der Idee bis zur fertigen Sendung. Morgens wird erstmal in der Zeitung, im Internet und auf einem speziellen Server fleißig recherchiert und dann heißt es Texte schreiben, Bilder raussuchen, Musik auswählen, ab in den Schnitt, zum Graphiker und schließlich zur Vertonung. Ein ganz schöner Aufwand und ein ganzer Tag Arbeit, der da hinter teilweise nur einer Minute Beitrag steckt. Ich habe mich dabei schön an die Fersen der Journalisten gehängt,  habe über so manche Schulter geguckt und geholfen wo ich konnte. An meinem ersten Tag durfte ich sogar mit in die Regie und live bei der Sendung dabei sein, was echt interessant und spannend war!

Die erste Woche mit einem super Team ging schnell vorbei und am Wochenende stand erstmal ein kleiner Strasbourg- Rundgang auf dem Programm. Das Wetter war gut und da ich total zentral gewohnt habe, bin ich zu Fuß auf Erkundungstour gegangen. Strasbourg ist auf jeden Fall wunderschön, eine Reise wert und auch sehr gut für größere Shoppingtouren geeignet ;-)

Es ist Montag und meine zweite Woche fängt an. Diese Woche arbeite ich in der Arte Info Redaktion, der Nachrichtenredaktion. Hier läuft alles ein bisschen anders ab. Da von Tag zu Tag andere Journalisten da sind, suche ich mir jeden Tag eine neue „Bezugsperson“ , der ich mich dann anschließen kann. Auch hier wird erstmal ausgiebig recherchiert, was in der Nacht so passiert ist, und dann werden Bilder, Interviews und Informationen gesucht. In den Redaktionssitzungen (,die es übrigens auch in der Kultur gibt,) werden die Themen an die Journalisten verteilt und kurz besprochen. Dann macht man sich auch hier ans Texte schreiben und zusammen mit dem Cutter wird dann nach und nach aus vielen Einzelteilen ein Beitrag, der später noch vom Chef abgesegnet und schließlich noch von dem jeweiligen Journalisten gesprochen werden muss. Pünktlich zu Beginn der Sendung sind dann auch in der Redaktion alle Fernseher angeschaltet und gemeinsam schauen wir uns das Tageswerk an.

 Für mich war ein super Highlight, dass auch ich zweimal eine kleine Rolle sprechen durfte, die dann abends in den Nachrichten zu hören war. Für mich total aufregend- für die anderen ganz normal. Ich stehe mit Kopfhörern in einer Kabine, einen kleinen Bildschirm, meinen Text und ein Mikro vor mir, und warte auf den Einsatz vom Cutter: „C´est parti“ Alles in allem lässt sich sagen, dass mir das Praktikum echt Spaß gemacht hat, dass es mir bei meiner Berufswahl weitergeholfen hat und dass es auch meinem Französisch doch auf die Sprünge geholfen hat. Eine wirklich tolle Zeit mit netten, hilfsbereiten Menschen, einer spannenden Arbeit und leckeren Croissants und Café...ich kann es echt nur empfehlen!"

 

France, je t'aime..., von Michaela Willeke

Ja, das konnten wir am Ende unseres Aufenthaltes wirklich sagen, nachdem wir (sieben Schülerinnen) des Marsberger Carolus-Magnus Gymnasiums für vier Wochen ein Praktikum in der Marsberger Partnerstadt Lillers, und eine Schülerin in Straßburg, absolviert haben.

Zunächst begann unser Praktikum von bis zu 4 Wochen in einem fremden Land sehr aufregend. Zum ersten Mal ganz auf sich allein gestellt, nur unbekannte Gesichter und zusätzlich die französische Sprache, die uns nun ganz für sich beanspruchte. So stiegen wir für einen Monat in die Berufswelt. Grundschule, Bibliothek, Stadtwerke, Radiosender und Behinderteneinrichtungen waren nun unser Arbeitsplatz. Hierbei durften wir den Arbeitsalltag beobachten und auch selbst Hand anlegen. Beim Radiosender konnte eine Schülerin aus der Jahrgangsstufe 11 ein Band nachsprechen, in der Grundschule konnte eine Stunde Deutschunterricht erteilt werden, bei den Stadtwerken wurden Arbeiten wie z. B. Müll abholen und diesen sortieren, verrichtet, in der Bibliothek wurde bei der Ausgabe von Büchern mitgeholfen und in den Behinderteneinrichtungen wurde die Gelegenheit geboten, sich einen Einblick in das Tätigkeitsfeld eines Erziehers mit Menschen mit Behinderungen zu verschaffen und auch eigene persönliche Erfahrungen im Umgang mit diesen zu sammeln. Von der jeweiligen Belegschaft wurden wir gut aufgenommen und betreut, sodass wir angenehme und vor allem spannende Wochen verbrachten. So verbesserten wir während unseres Praktikums nicht nur unsere Sprachkenntnisse, sondern bekamen einen Eindruck der Berufswelt im Ausland. Auch hatten wir alle das Glück bei einer netten Gastfamilie unter zukommen, die mit Rat und Tat zur Seite stand, wenn es hier und da mal hakte. Höhepunkt unseres Aufenthaltes bildete dann abschließend noch ein gemeinsamer Besuch des Herzens von Frankreich am Ostersonntag: Paris. Die vier Wochen waren ein Erlebnis für jeden einzelnen von uns mit zahlreichen Erinnerungen. So bleibt abschließend zu sagen, dass die neue Möglichkeit eines Auslandspraktikums unseres Gymnasiums als Europaschule eine Bereicherung darstellt und für die uns folgenden Jahrgänge nur zu empfehlen ist. 

 

  • Auslandspraktikum: Drei Schülerinnen der Q1 absolvierten im März und April 2013 ein Praktikum in Frankreich. Unsere Partnerschule in Lillers unterstützte die Praktikantinnen vor Ort. Das Praktikum dauerte bis zum 5. April.

 

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